Eine Einführung in die Welt der Wahrnehmung und die verschiedenen Sinne des Kindes

Thematik:

Die digitale Technik lässt durch Fernsehen und Computer den Menschen virtuelle Welten erleben. Um diese zu begreifen, wird vor allem der optische Sinn (sehen), benutzt. Dadurch wird das Auge mehr stimuliert als die anderen vier Sinne (hören, riechen, tasten und schmecken). Eine intakte Wahrnehmung bedient sich jedoch aller Sinne zugleich, die durch entsprechende Schulung und Reifung zu einer immer umfassenderen Wahrnehmung der unmittelbaren Umgebung führen. Die Sinne bilden somit die Voraussetzung für wichtige, neuronale Verknüpfungen, die im Gehirn gespeichert  werden, wodurch neue Fähigkeiten und Erkenntnisse möglich sind.
Sogenannte "schwache Schüler" haben meistens ein Defizit im Bereich einer oder mehrerer Sinneswahrnehmungen. Nicht, weil sie organisch nicht gut sehen, hören usw., sondern weil in ihrer Entwicklung bestimmte Voraussetzungen gefehlt haben, um die Wahrnehmung zu schulen. Ob dieses Manko auf soziale oder psychologische Faktoren zurückzuführen ist, ändert an der Hilfestellung, die wir dem Schüler später anbieten können, nichts.

 

 

Kursinhalt:

Der Schwerpunkt des Seminars liegt in der Bedeutung und des Verständnisses der beiden Begriffe Gegenwart und Konzentration. Dazu werden Zusammenhänge zur Taktil-Kinästhetik (Somatosensorik) erarbeitet.

Die Kursteilnehmer entwickeln Spielmaterial und lernen neue Wege kennen, die von Legasthenie oder Dyskalkulie betroffenen Kinder in ihren Schwierigkeiten besser zu verstehen und sie durch gezielte Übungen zu unterstützen.

Die Physiologie der Sprachlaute bildet ein weiteres Kernthema des Seminars. Dies, um sowohl die analytische, als auch die synthetische Lernmethode des Schreiben Lernens besser für uns nachvollziehbar zu machen und die für das Kind adäquate Form zu wählen. Spielmöglichkeiten und Entspannungsübungen, die man mit den Kindern machen kann werden vorgestellt. Musik und die daraus evozierten Emotionen werden in Farben ausgedrückt.

Ein weiterer Teil des Seminars bildet eine Einführung in die Analyse und sorgfältige Interpretation von Kinderzeichnungen. Kinderzeichnungen stellen ein hilfreiches Instrument dar, psychische Blockaden, die das Kind nicht beim Namen nennen kann, zeichnerisch auszudrücken. 

 

Eine Einführung in den "Konflikttest" (nach Max Lüscher-Color-Diagnostik) hilft, die Zeichnungen zu analysieren und zu deuten.

 

Zielgruppe:

Geeignet für Therapeuten und Pädagogen, die mit Kindern der Kindergarten- Primarstufe arbeiten.

 

Dauer:

Das Seminar findet an zwei Wochenenden statt. 

 

Kosten: 

Auf Anfrage